Sonntag, 21. Januar 2018

Ja, wir können 9 Milliiarden Menschen mit organischer Landwirtschaft ernähren



Gunnar Rundgren

21. Januar 2018

 Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Foto: George M. Groutas



Es ist möglich, mehr als 9 Milliarden Menschen mit ökologischen Produktionsmethoden zu ernähren, mit einer geringfügigen Erhöhung der Anbauflächen und mit einer Verringerung der Treibhausgasemissionen. Dies setzt jedoch voraus, dass die Nahrungsmittelverschwendung und die Futtermittelmengen für die Tiere erheblich reduziert werden.

Das ist das Fazit des Strategie-Papiers für eine nachhaltigere Ernährung der Welt mit ökologischem Landbau in Nature Communications von Forschern des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in der Schweiz, des Instituts für Umweltentscheidungen in der Schweiz, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Italien, des Instituts für Soziale Ökologie Wien in Österreich und des Instituts für Biologie und Umweltwissenschaften in Großbritannien.

Die Forschung stützt sich auf die Annahmen einer 25%igen Ertragsminderung mit biologischen Methoden, der anhaltenden Zunahme der Weltbevölkerung auf über 9 Milliarden im Jahr 2050 sowie auf verschiedene Szenarien der Auswirkungen des Klimawandels auf die landwirtschaftlichen Erträge. Das Modell geht nicht von einer Veränderung der Weidefläche aus. Die Forscherinnen und Forscher erkennen an, dass verschiedene Forschungsarbeiten große Unterschiede in der "Ertragslücke" zwischen organisch und konventionell zeigen. Vor allem die europäische Forschung weist große Ertragslücken auf, während andere Studien, wenn überhaupt, sehr viel kleinere Lücken aufweisen. Im Allgemeinen sind ihre Annahmen konservativ und können kaum als parteiisch zugunsten von Bio bezeichnet werden.

Wenn die Konsummuster gleich sind, die Erträge niedriger sind und die Bevölkerung zunimmt, wird natürlich bei einer großflächigen Umstellung auf den ökologischen Landbau mehr Land benötigt. Aber wenn die Verschwendung an Lebensmitteln um 50 % reduziert wird und dies mit einer 50 %igen Reduzierung der Verwendung von genießbaren Nutzpflanzen als Tierfutter einhergeht, würde im Vergleich zu einem Referenzszenario (die angenommene Bevölkerung, der Verbrauch und die Produktion per 2050 in der FAO-Analyse) weniger Land genutzt werden – aber immer noch mehr als heute.

Freitag, 19. Januar 2018

USA tut alles, um das kleine Syrien zu zerschmettern

Einar Schlereth

19. Dezember 2018

Kurden-Militzen - neues Kanonenfutter
Nun will sich die ganze Meute - PENTAGON, AUßENMINISTERIUM, TRUMP, TILLERSON MIT DEM FASCHISTEN IN TEL AVIV UND ihrem ALLIIERTEN RATTENSCHWANZ, die alle endlos von Demokratie und Frieden und Gerechtigkeit sabbern und das genaue Gegenteil tun (siehe die hunderten Kleinkriege in Afrika im gestrigen Artikel von Dr. Ramzy Baroud), erneut auf das winzige Syrien stürzen. Ganz abgesehen davon, dass diese Politik zum erbärmlichsten und niedrigsten gehört – was man seitens der USA wieder und wieder erleben musste, dass kein Land klein genug ist, um es nicht platt machen zu können (Panama und Grenada!) – fragt man sich, wie die Menschen, die gerade begannen, Hoffnung zu schöpfen, nochmals so eine Hölle erleben und überleben sollen. Zumal Nachrichten eingegangen sind, dass 2 Ortschaften zurückerobert hat. Habe leider vergessen, wo ich das las. Ich stelle mir nur die armen Menschen vor, die diese Terrorbrüder ein 2. Mal erdulden müssen.

Muss jetzt nicht Putin seine Politik endgültig als gescheitert ansehen? Man kann eine verlauste und verwanzte Bude nicht nur ein bisschen ausräuchern. Das Viehzeug ist schneller wieder da und noch aggressiver als man gucken kann. Nach dem Abschuss des russischen Flugzeuges durch die Türken hat Putin eine korrekte Politik formuliert. „Wir werden auch den letzten Terroristen aufspüren und vernichten, der Syrien zugrunderichten will.“ Er versprach Assad moderne Waffen, die S-400, als Schutz vor feindlichem Bombenterror (zum wievielten Male?), aber die Syrer haben sie wieder nicht bekommen. Sie müssen erdulden, dass die Israelis nach Lust und Laune den Großraum von Damaskus bombardieren,womit sie schon anfangs des Krieges begannen. Was ist das für ein Deal, den Putin mit der Kanaille in Tel Aviv geschlossen hat. Da herrscht TIEFSTES Schweigen.

Stattdessen begannen eine Kette von Bocksprüngen. Die Provinz Idlib ließ man links liegen und wollte zuerst Aleppo einnehmen, was durchaus Sinn machte, da Aleppo die 2. größte Stadt Syriens und das industrielle Zentrum ist. Danach ließ man Raqqa links liegen und widmete sich Deir Rezzor am Euphrat, eine Stadt, die seit Beginn des Krieges von einer heldenmütigen Besatzung gegen eine große Übermacht gehalten wurde. Dort half Russland bei der Befreiung noch mit und dann packte es seine Sachen. Das ISIS-Zentrum Raqqa war immer noch in der Hand der ISIS, auch noch der Nordosten, der Nordwesten mit Idlib und im Süden an der Grenze zu Jordanien gab es doch auch noch ein paar ISIS-Ratten-Nester.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Schattenarmeen: Der unsichtbare, aber echte US-Krieg in Afrika



Dr. Ramzy Baroud
10. Januar 2018

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die AFRICOM-Beulen-Pest

Auf dem gesamten afrikanischen Kontinent findet ein echter, wenn auch weitgehend verdeckter Krieg statt. Es geht um die Vereinigten Staaten, ein gestärktes Russland und ein aufstrebendes China. Der Ausgang des Krieges wird wahrscheinlich die Zukunft des Kontinents und seine globale Perspektive bestimmen.
Es ist leicht, die Schuld auf US-Präsident Donald Trump, seine sprunghafte Agenda und seine impulsiven Äußerungen zu schieben. Aber die Wahrheit ist, dass die gegenwärtige militärische Expansion der USA in Afrika nur ein weiterer Schritt in die falsche Richtung ist. Es ist Teil einer Strategie, die vor einem Jahrzehnt, während der Amtszeit von Präsident George W. Bush, umgesetzt und von Präsident Barack Obama aktiv befolgt wurde.
Einige der Besitzer

Unter dem Vorwand des"Kriegs gegen den Terror" konsolidierten die USA 2007 ihre verschiedenen militärischen Operationen in Afrika, um das United States Africa Command (AFRICOM) zu gründen. Mit einem Anfangsbudget von einer halben Milliarde Dollar wurde AFRICOM angeblich ins Leben gerufen, um mit afrikanischen Ländern in Sachen Diplomatie und Hilfe zusammenzuarbeiten. Aber im Laufe der vergangenen 10 Jahre hat sich AFRICOM zu einem zentralen Kommando für militärische Übergriffe und Interventionen entwickelt.
Diese gewalttätige Rolle hat sich jedoch im ersten Jahr der Amtszeit von Trump rapide verschlechtert. In der Tat gibt es in Afrika einen versteckten US-Krieg, der im Namen der Terrorismusbekämpfung geführt wird.

Laut einer Sonderuntersuchung von VICE News führen US-Truppen jetzt 3.500 Übungen und militärische Einsätze in ganz Afrika pro Jahr durch, durchschnittlich 10 pro Tag. Die US-Mainstream-Medien diskutieren selten über diesen andauernden Krieg, so dass das Militär genügend Raum hat, um eines der 54 Länder des Kontinents nach Belieben zu destabilisieren.

Die heutige Zahl von 3.500 markiert eine erstaunliche Steigerung von 1.900 Prozent, seit dieses Kommando vor weniger als einem Jahrzehnt aktiviert wurde, und deutet auf eine starke Ausweitung der militärischen Aktivitäten der USA auf dem afrikanischen Kontinent hin", berichtete VICE.

Dienstag, 16. Januar 2018

Neue Russische Post vom 15. Januar 2018



Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth



Der Handel vereint Russland-Ukraine


Ukraines Import aus Russland wächst schneller als der Import des Landes aus der EU, laut Ukraines Zentralbank (NBU). Aber der Wert in Dollar dessen, was die Ukraine in der EU kauft, ist doppelt so hoch als der vom russischen Import.

Der Warenimport aus Russland nahm um ganze 38.6 % zu in den ersten 11 Monaten im vergangenen Jahr auf 6,3 Mrd. $ laut NBU. Gleichzeitig stieg der Import aus der EU mit 23,9 %, aber der Wert betrug 16,51 Mrd. $.

Trotz des de facto-Krieges zwischen Russland und der Ukraine verbleiben die beiden Ökonomien tief miteinander verflochten und abhängig vom Handel, da viele ukrainische Waren in Russland verkauft werden, aber wegen ihrer unzureichenden Qualität nicht in der EU verkauft werden können. Gleichzeitig ist der russisch-ukrainische Handel nur ein Bruchteil dessen, was er vor der sogenannten Maidan-Revolution 2014 gewesen ist.

Der russisch-ukrainische Handel verläuft mit einem großen Fehlbetrag für die Ukraine; in der Periode waren es 3,24 Mrd. $, was 79 % schlechter ist als ein Jahr davor, berichtet NBU. Der Fehlbetrag von Ukraines Handel mit der EU betrug 3,7 Mrd. Dollar.

Ukraines stärkstes Exportpotential liegt im Landwirtschafts-Sektor, aber die EU bewilligt der Ukraine nur sehr begrenzte Quoten. Z. B. wurde die Quote für Honig bereits in den ersten sechs Wochen 2017 erfüllt; danach wir Import von ukrainischem Hanig mit Strafe belegt. Ukraines Handels -Unterschusss verschlechterte sich mit 30,2 % auf 7, 84 Mrd. $ und ihre Quote für Getreide an die EU haben sie auch jetzt schon erfüllt.

Quellen der Bankwelt sagen, dass täglich Bargeld für ukrainische Wechselkontore eingeflogen werden, da alle ausländische Valuta kaufen, aber wenige verkaufen.

In einer freundlichen Geste erbot Putin der Ukraine, ihre verlassenen Kriegsschiffe aus Sewastopol abzuholen, Fahrzeeuge, die dort zurückblieben, nachdem die Halbinsel wählte und sie Russland anschloss.


Intellinews.com 10/1



Masernepidemie* in der Ukraine


Beinahe 80 Kinder sind Berichten zufolge in Kiew an Masern erkrankt. Insgesamt sind 3000 Fälle in der Ukraine registriert worden. Viele sind im Zusammenhang mit einer Zirkusvorstellung im Dezember in Kiew angesteckt worden. Sechs Personen sind in Odessa gestorben, von denen vier Kleinkinder waren.

Aber die tiefere Ursache ist das Impfprogramm, das aufgehört hat zu funktionieren. Nur etwa 40 % der Bevölkerung ist geimpftm, ein Niveau, wie es normalerweis nur in Afrika vorkommt.

Interfax 14/1

* Dr. Stefan Lanka vinner processen i Högsta Tyska Domstolen  
   (Bundesgerichtshof) att det finns ingen mässling virus.

Sonntag, 14. Januar 2018

Gefahr droht, dass Washington die Korea-Gespräche torpediert


Finian Cunningham

12. Januar 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth



Fast einstimmig wurden die überraschenden Friedensgespräche zwischen nord- und südkoreanischen Delegationen in dieser Woche begrüßt. Sogar der kriegerische US-Präsident Donald Trump legte seine feurige Rhetorik beiseite, um das diplomatische Engagement zwischen den beiden geteilten Koreas zu unterstützen, indem er sagte, dass er "hoffte, dass etwas Gutes dabei herauskommen würde".

Die beiden koreanischen Seiten trafen sich zu elfstündigen Gesprächen im "Friedensdorf" Panmunjom in der Nähe der entmilitarisierten Zone, die die Staaten seit dem Koreakrieg (1950-53) getrennt hat. Die herzlichen Händedrücke und freundlichen Worte, die ausgetauscht wurden, weckten die Hoffnung auf einen großen Durchbruch - nach einem Jahr zunehmender Spannungen und Ängste vor einem totalen Krieg auf der koreanischen Halbinsel.
Russland und China lobten die Eröffnung der Gespräche in dieser Woche - die erste in fast zwei Jahren der Sackgasse - und sagten, dass es genau das sei, was sie in den letzten Monaten verschrieben hätten, um die eskalierenden Spannungen zu beruhigen. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, lobte die neue Verpflichtung, den Konflikt zu beenden.

Vielleicht war es überraschend, dass Washington die Gespräche offenbar begrüßt hat. Präsident Trump sagte, er stehe "zu 100 Prozent" hinter der Initiative des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, den Norden zum Dialog einzuladen.

Zuvor war Washington unnachgiebig, dass es keine Gespräche mit dem kommunistischen Nordkorea geben würde, bis sein Führer Kim Jong-un sich zum ersten Mal dazu verpflichtete, das Atomwaffenprogramm des Landes zu beenden. Offensichtlich scheint Washington darauf vorbereitet zu sein, dass sein südkoreanischer Verbündeter die Verhandlungen ohne Bedingungen weiterführt. Zumindest für den Moment.

Trump ist Berichten zufolge dem Wunsch des südkoreanischen Führers gefolgt, gemeinsame amerikanische Militärübungen auf die Zeit nach den Olympischen Winterspielen und den anschließenden Paralympics, die im März enden, zu verschieben. Dieser Schritt wurde als großes Zugeständnis an Nordkorea angesehen, das seit langem protestiert, dass solche Übungen eine provokante Probe für den Krieg sind.

Samstag, 13. Januar 2018

Alles nur Horrormärchen?


Alles nur Horrormärchen?

13. Januar 2018

Liebe Freunde, ihr wisst, dass ich schon sehr viele Artikel über Eritrea übersetzt habe und auch etliche Videos. Jetzt hat mich ein Freund auf die vielen deutschen Videos verwiesen, die auf deutsch zu den unterschiedlichstenn Themen berichten.

Da habe ich mal mehrere dieser Videos hier eingestellt, was es vielen vielleicht einfacher macht zu erfassen, was dort vor sich geht.

Mit herzlichen Grüßen

Einar


Quelle: https://youtu.be/XmM63AODEWg
Dirk Vogelsang aus Bremen hat mit anderen Eritrea-Freunden eine Gesellschaft gegründet, die sich bemühen will, das ferngesteuerte miese Bild von Eritrea ins rechte Licht zu rücken.


Quelle: https://youtu.be/QjnRUmTWtRg 
Toni Locher, Entwicklungshelfer, Arzt und Ehrenkonsul Eritreas in der Schweiz. Ein ungemein sympathischer Typ, der seit über 40 Jahren in Eritrea tätig ist und viele Menschen sehr intensiv kennengelernt hat.



Ein älterer Mann mit offenem Blick und offener Gesinnung erzählt frei von der Leber weg, was er gesehen und was er nicht gesehen hat. Und was er zu fragen vergessen hat.

Quelle: https://youtu.be/ySVLYulRHjc
Und hier ein typischer Wischi-Waschi-Bericht, für den ich mich schämen würde, hätt ich ihn geschrieben. Wie gedankenlos und ohne Gefühl diese Tante ist, zeigt sich mir an dem Bild, wo sie den gigantischen Panzerfriedhof außerhalb von Asmara besucht. Sie hat nicht der leiseste Gedanke beschlichen, dass jeder dieser Panzer eine gefährliche, todbringende Waffe gewesen ist - von den USA oder der Sowjetunion geliefert - der man durch List oder Geistesgegenwart entkommen musste, um sie zu besiegen, unschädlich zu machen. Und wieviele, wieviele Menschen, überwiegend junge Menschen durch sie einen frühen Tod fanden. Eine solche Frau sollte bei ihrem Kochtopf bleiben.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Nordkorea: Die ohrenbetäubende Stille rund um den Moon-Putin-Plan

Joseph Essertier "Im Herzen der Beschwichtigung gibt es die Angst vor Ablehnung, und in den Handlungen der Angst gibt es Spiegel der Unterdrückung."            Chris Jami

09. Januar 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Moon und Putin

Da die Welt dem Krieg in Asien immer näher kommt, gibt es eine Alice-in-Wonderland-Medienerzählung mit Nordkorea als Aggressor, der um jeden Preis kontrolliert und bestraft werden muss. Und angesichts dieser Erzählung beginnt das ohrenbetäubende Schweigen der Intellektuellen eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der Beschwichtigung zu haben.

1938 plante einer der abscheulichsten Kriegsverbrecher des 20. Jahrhunderts, die Tschechoslowakei zu besetzen, ein Land, in dem etwa drei Millionen Menschen deutscher Herkunft lebten. Der Krieg schien unmittelbar bevorstehend, als Hitler weiterhin hetzerische Reden hielt. Der britische Premierminister Neville Chamberlain bot an, Hitlers Löwenhöhle zu gehen und die Situation persönlich zu besprechen. Chamberlains beschwichtigende Bemühungen führten zu der Münchner Vereinbarung, die er, Adolf Hitler, Benito Mussolini und Édouard Daladier unterschrieben, wobei ein großer Teil der Tschechoslowakei an Deutschland fiel. Die Menschen in der Tschechoslowakei fühlten sich verraten, aber Chamberlain wurde gelobt. Er sagte der britischen Öffentlichkeit, er habe "Frieden mit Ehre erreicht. Ich glaube, es ist Frieden für unsere Zeit." In späteren Jahren wurde aus dem Münchner Abkommen die Lehre gezogen, dass expansionistische totalitäre Staaten nicht besänftigt werden dürfen.

Heute scheint es, als würde die gleiche Farce in einer zeitgenössischen Version von Appeasement, um die Chamberlain neidisch geworden wäre, wiederholt werden. Die Geschichte verlangt, dass wir alle Akademiker, Intellektuellen, Medien und dergleichen, die behaupten, das linksliberale Spektrum zu repräsentieren, fragen, warum sie sich so unbekümmert mit den Vereinten Nationen an der Beschwichtigung der blutrünstigen Trump-Administration beteiligen. Einige plappern die Alice-in-Wonderland-Erzählung daher über Nordkorea, viele andere schweigen.

Der Moon-Putin-Plan: Ein möglicher Weg zum Frieden

Einem könnte verziehen werden, dass man nichts davon gehört hat, da es die Standard-Story "Nordkorea-Problem" stört, aber es gibt eine realistische Lösung für die Krise, über die liberale und progressive Beschwichtiger schweigen.
Dies ist der Moon-Putin-Plan, der im September in Wladiwostok enthüllt wurde. Präsident Moon bezeichnete sie als neun "Brücken" der Zusammenarbeit zwischen Südkorea und Russland über Nordkorea - "Gas, Eisenbahnen, Häfen, Elektrizität, Nordseeroute, Schiffbau, Arbeitsplätze, Landwirtschaft und Fischerei". Die sibirischen Öl- und Gaspipelines würden auf Korea, sowohl im Norden als auch im Süden, sowie auf Japan ausgedehnt. Beide Koreas würden mit den ausgedehnten Eisenbahnnetzen der Pekinger Belt and Road Initiative, einschließlich der Hochgeschwindigkeits-Eisenbahn, und der Eurasischen Wirtschaftsunion, zu der auch die Transsibirische Eisenbahn gehört, verbunden sein. Mit den Worten von Gavan McCormack: "Nordkorea würde die Sicherheitsgarantie der Fünf (einschließlich Japan) akzeptieren, von weiteren Nuklear- oder Raketentests absehen, seine bestehenden Programme auf Eis legen ("einfrieren") und seine ersehnte "Normalisierung" in Form der Eingliederung in regionale Gruppierungen, der Aufhebung von Sanktionen und der Normalisierung der Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten ohne Kapitulation erreichen.

Dienstag, 9. Januar 2018

Kommandeure der FSA Terroristen besuchen Washington


Russland, Iran, Hisbollah und Assad können sich noch so sehr um den Frieden bemühen, die Amis pfeifen darauf mit ihrer Kriegstreiberei. Da sagt keiner bei uns STOP oder erhebt Anklage oder fordert Sanktionen gegen diesen failed state
(Schurkenstaat) im wahrsten Sinne des Wortes. Oh nein, weil sie insgeheim alle prächtig am Krieg verdienen. Mit den Kurden habe ich mittlerweile nicht mehr die geringsten Sympathien, weil die sich charakter- und prinzipienlos an alle verkaufen, der mit Dollars auftaucht.

South Front
7. Januar 2018

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Amerika Seite an Seite mit den Terroristen wie immer.
Organe der syrischen Terroristen enthüllten am 6. Januar, dass mehrere Kommandeure gegenwärtig in Washington sind und sich mit US-Beamten treffen Der Besuch wurde nicht offiziell angekündigt weder von den USA noch der sog. FSA.

Chef des Politbüros der Mu‘tasim Brigade Mustapha Sejeri sagte zur ANA Press (terror-freundlich), dass der Besuch die Kooperation zwischen USA und FSA stärken soll.

Sejeri enthüllte auch, das der Kampf gegen „den iranischen Einfluss in Syrien“ das Hauptthema zwischen beiden Seiten gewesen sei. Die Mu‘tasim Brigade betonte ofiziell, dass die FSA bereit sei, Iran in Syrien mit Hilfe der USA z bekämpfen.

Außerdem sagte Sejeri, dass auch andere Punkte mit den Amerikanern diskutiert wurde, wie die Hintertreibung der bevorstehenden Nationalen Syrischen Dialog-Konferenz am 29. Januar in Sotschi (Russland). Die beiden Seiten diskutierten auch das Ergebnis der Genfer Gespräche.

Via Twitter enthüllte Sejeri mehr Details und behauptete, dass die FSA und die USA diskutiert hätten, den Einfluss der US-gestützten SDF in Ostsyrien eindämmen wollten. Sejeris Erklärung war ein Schock für viele kurdische Aktivisten, da die kurdisch beherrschte SDF der Haupt-Alliierte der USA in Syrien sei.

„Wenn Gott will,wird unsere Anwesenheit in Washington nicht nur ein Grund sein, die Kontrolle eurer Terroristen-Miliz (SDF) in unserer Region zu beenden, sondern wird auch der Beginn sein, das Ende der iranischen Präsenz auf unserem Boden und des Scheiterns der verräterischen Konferenz in Sotschi,“ tweetete Sejeri als Antwort auf einen kurdischen Aktivisten, der den Besuch der FSA Kommandeure in Washington kritisierte.

Der Besuch wurde von vielen syrischen kurdischen Aktivisten kritisiert, von denen manche sogar Washington des Betrugs an den Kurden anklagte, weil die USA nie SDF Leute nach Washingon eingeladen hatte.

Unterdessen haben die pro-Regierungsaktivisten den Besuch als einen neuen Versuch von Washington bezeichnet um die Situation in Syrien zu destabilisieren und den Krieg von neuem zu entfachen, der nach der de-facto Niederlage der ISIS am Erlöschen ist.

Der Besuch war der erste, seit der Krieg in Syrien 2011 ausgebrochen ist [nein wurde! d. Ü.] Jedoch haben sich viele US-Beamte, einschließlich Senator John McCain und der ehemalige Botschafter in Syrien Robert Ford mehrmals mit FSA Kommandeuren in Syrien getroffen.


Quelle - källa - source

Montag, 8. Januar 2018

Neue Post aus Russland vom 8. Januar 2018


Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Destabilisierung in Moldawien



"Die fortlaufende Destabilisierung der Situation in Moldawien ist im Interesse jener, die sich einer erneuerten Partnerschaft mit Russland widersetzem," sagte Moldawiens Präsident Igor Dodon in einem Interview mit der TASS am Donnerstag.

Dodon sagte, dass seine Gegner wissen, dass er niemals Gesetze unterschreiben werde, die die Beziehung zu Russland verschlechtern. Er wird auch keine Minister anerkennen, die an der riesigen Veruntreuung von einer Milliarde Dollar aus den Banken des Landes beteiligt waren, wie kürzlich entdeckt wurde.
Aus den Gründen hat die Opposition jetzt einen Vorschlag im Verfassungsgericht eingebracht, der den Premierminister und den Sprecher des Parlamentes ermächtigt, ohne des Präsidenten Einverständnis Gesetze zu unterschreiben.

Dodon mahnt jetzt zur Konsolidierung aller Kräfte, um eine Sieg bei der Parlamentswahl am Ende des Jahres zu erreichen. Meinungsumfragen sprechen für einen Sieg der Sozialistischen Partei des Präsidenten, aber Dodon sagt, er sei sich des Risikos einer Destabilisierung des Landes bewusst und möglicher Provokationen gegen die abgespaltene Republik Transnistrien, um möglichst mehr antirussische Gefühle zu wecken.

Die jetzige Regierung würde gerne in dieser Lage die Demonstrationen niederschlagen, um einen Vorwand für das Verbot der Sozialistischen Partei zu finden. „Die jetzige Regierung führt eine gesetzlose Politik und tut es mit dem stillschweigenden Einverständnis der EU und der Vereinten Staaten.“

Moldawien wird regiert von einer Koalition von pro-EU-Parteien seit 2009. Die Koalitionsführer versprachen, alles zu tun, um Moldawien in die EU zu führen. In Wirklichkeit hat sie die wirtschaftliche Krise vertieft und es gab eine Serie von politischen Skandalen. Moldawien ist Europas ärmste Land und der Lebensstandard ist vergleichbar mit einem Land der 3. Welt wie Pakistan.

Unter dem Druck der Massenproteste gegen die Korruption 2015 mussten zwei Regierungen zurücktreten und der vorige Premierminister Vlad Filat, Führer der liberal-demokratischen Partei, das Herz der herrschenden Koalition, wurde verhaftet und wegen Korruption verurteilt.

Eine neue Koalition wurde aus zwei Parteien der früheren Koalition gebildet, „Demokraten“ und „Liberalen“. Laut Dodon geschah das unter zweifelhaften Umständen, da die „Demokraten“ mit 19 Mandaten in der Wahl 2014 plötzlich über 60 Mandate verfügten dank Überläufern aus anderen Oppositionsparteien.

Später wurde eine Anzahl Mitglieder der liberalen Partei verhaftet wegen Korruptions-Verdacht. Die neuesten Meinungsumfragen ergeben, dass mehr als 80 % der Moldawier kein Vertrauen in die Regierung haben und dass die Zahl der Personen, die eine Annäherung an die EU befürworten, seit 2010 von 70 auf 48 Prozent gesunken sei.

Die EU-kritische Stimmung führte im November 2016 zum Sieg des Präsidenten Igor Dodon, der Führer der Sozialisten-Partei. Laut Umfragen ist etwa die Hälfte der Moldawier bereit, für die Sozialistenpartei im Herbst zu stimmen.


Russiafeed 5/1

Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen


Die Wieder-Auflage dieses Artikels erfordert eine Erklärung. Wie ich schon mehrfach betonte, ist AFRIKA ‚under attack‘ der AFRICOM, des US-Instruments zur Plünderung Afrikas. Es gab einen Afrikaner, der das deutlich vorhersah: MUAMMAR GADDAFI. Wir haben natürlich längst unsere Schandtat seiner Ermordung vergessen, aber die Afrikaner werden ihn nie vergessen. Was er plante, war nichts Geringeres als die VEREINIGTEN STAATEN AFRIKAS, mit eigner Ökonomie und eigenen Banken und eigener Währung auf Basis des Gold-Dinars. Das brachte die wichtigsten Profiteure der Plünderung Afrikas – USA, England, Frankreich - zur Raserei und sie taten, was sie am besten können: bomben und morden. Gaddafi wurde umgelegt und Libyen wurde komplett zerstört, bis auf die Erdöl- und Gaddafis größte Schöpfung: die gigantischen Wasseranlagen, die als WELTWUNDER angesehen werden. Um das nicht zu vergessen, hat mein Freund Klaus Madersbacher die große Aufgabe dieser Übersetzung des Artikels meines Freundes Jean-Paul Pougala auf sich genommen. Ich lege ihn erneut auf gegen das VERGESSEN. Und ich hänge hier den Link eines Artikels an von einer weiteren weltweit bekannten afrikanischen Stimme ein: Abyomi Azikiwi mit dem Titel "Africa in Review 2017: AFRICOM, Finance Capital and the Elusive Independent Policy“, der einen Überblick über die jüngsten Ereignisse in Afrika im Jahr 2017 verschafft. Er ist immerhin nicht auf französisch sondern englisch geschrieben, was ja einige Leute verstehen.

Zuerst hat Klaus Madersbacher das Wort, darauf anschließend Prof. Jean-Paul Pougala. Bitte sehr! 

Immer wieder wird die Frage gestellt, warum denn so viele Menschen aus Afrika und aus dem Mittleren Osten flüchten. Davon, dass die terroristische Supermacht Vereinigte Staaten von Amerika und ihr nicht weniger terroristischer Anhang in Europa, Kanada, Australien usw. aus niedrigsten Motiven wie Profitgier dafür sorgen, dass die Lebensbedingungen für die Menschen in den Ländern, die sie ausplündern, immer unerträglicher werden, wird in den Propagandamedien natürlich nur wenig gesprochen. Im Rückblick lässt sich noch besser das ungeheure Verbrechen erfassen, das der Westen mit der Verwüstung Libyens begangen hat.

Professor Jean-Paul Pougala hat den folgenden Artikel vor vier Jahren geschrieben. Er vermittelt einen exzellenten Eindruck über das nach wie vor existierende internationale Ausbeutungssystem.

Die Lügen hinter dem Krieg des Westens gegen Libyen

Sind diejenigen, die die Demokratie exportieren wollen, selbst Demokraten?

Jean-Paul Pougala

21. August 2015

Die Afrikaner sollten an die wirklichen Gründe denken, aus denen Länder des Westens Krieg gegen Libyen führen, schreibt Jean-Paul Pougala in einer Analyse, die die Rolle dieses Landes bei der Formung der Afrikanischen Union und der Entwicklung des Kontinents aufzeigt.

Es war Gaddafis Libyen, das ganz Afrika seine erste Revolution in modernen Zeiten bescherte – die Vernetzung des gesamten Kontinents durch Telefon, Fernsehen, Rundfunk und verschiedene weitere technische Anwendungen wie etwa Telemedizin und Fernunterricht. Dank der WMAX-Plattform wurde über den ganzen Kontinent hinweg eine kostengünstige Verbindung möglich, die auch die ländlichen Gebiete einschloss.

Es begann 1992, als 45 afrikanische Länder RASCOM (Regional African Satellite Communication Organization – Organisation für die regionale afrikanische Satellitenkommunikation) gründeten, damit Afrika seinen eigenen Satelliten bekommen und die Kosten für die Kommunikation auf dem Kontinent gesenkt werden konnten. Das geschah in einer Zeit, in der Telefonate von und nach Afrika die teuersten der Welt waren aufgrund der jährlichen Kosten von US$ 500 Millionen, die Europa für die Benutzung seiner Satelliten wie z.B. Intelsat für Telefongspräche, einschließlich der Telefonate innerhalb des selben Landes, einsteckte.

Ein afrikanischer Satellit hätte eine einmalige Zahlung von US$ 400 Millionen erfordert, und dem Kontinent wären dadurch die US$ 500 Millionen Mietkosten pro Jahr erspart geblieben. Welcher Banker würde nicht ein derartiges Projekt finanzieren? Aber das Problem war weiterhin da – wie können Sklaven, die sich aus der Ausbeutung ihrer Herren befreien wollen, die Hilfe der Herren bei der Erreichung dieser Freiheit bekommen? Es überrascht nicht, dass die Weltbank, der Internationale Währungsfonds, die Vereinigten Staaten von Amerika und Europa 14 Jahre lang nur vage Versprechungen abgaben. Gaddafi bereitete diesen nutzlosen Bitten an die westlichen „Wohltäter“ mit ihren exorbitanten Zinssätzen ein Ende. Der libysche Lenker legte US$ 300 Millionen auf den Tisch, die Afrikanische Entwicklungsbank legte US$ 50 dazu und die Westafrikanische Entwicklungsbank weitere US$ 27 Millionen – und so bekam Afrika am 26. Dezember 2007 seinen ersten Kommunikationssatelliten.

Sonntag, 7. Januar 2018

Warum trainieren Trumps Truppen die ISIS-Terroristen?


Der vollständige, sehr lesenswerte Artikel von Eric Zuesse liegt hier. Aber er ist definitiv zu lang, um ihn komplett zu übersetzen, zumal ich alle diese Fakten (inklusive vieler Artikel von Eric Zuesse) schon häufig auf diesem Blog dargelegt habe. Aber den zweiten Teil, der Trump-Teil gewissermaßen, übersetze ich, weil er da eine gute Zusammenfassung liefert, die wir uns gut merken sollten.



Warum trainieren Trumps Truppen die ISIS-Terroristen?

Eric Zuesse
31. Dezember 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Washingtons engste Freunde - ISIS
Am 8. November 2016, als Trump gewählt wurde, gab es einen „Regime-Wechsel“ in Washington in Bezug auf die Innenpolitik, wie etwa die Privatisierung der Schulen oder dass Amerikas Arme noch schlechter behandelt werden sollten als bis dato (und was die Trump-Verwaltung tatsächlich tut), aber es gibt nicht, noch nicht, eine grundlegende Veränderung der Außen-Politik. Trump erfüllt die Versprechen von Bush, Clinton und Obama, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, und diese Ankündigung einer seit langem versprochenen Politik wird von einigen in Washington als Regime-Wechsel gedeutet – als fundamentale Änderung der Politik in Washington – ist es aber nicht. Es hat bislang noch keinen Regime-Wechsel gegeben in Bezug auf Außenpolitik – die US-Regierung ist immer noch dasselbe Regime der Lügen wie zuvor (und das es z. B. am 7. September 2002 gewesen ist, als Präsident Bush log, dass die IAEA einen neuen Report vorgelegt habe, in dem es hieß, dass Saddam Hussein nur noch sechs Monate vom Besitz einer Atombombe entfernt wäre), aber die Sprache, die Trump benutzt, ist im allgemeinen gröber als was von dem superglatten Lügner Obama so geschickt geboten wurde, und diese zunehmende Grobheit stellt eine Regime-Veränderung des Stils dar, aber das ist auch alles, zumindest in Bezug auf die Außenpolitik.

Außerdem stimmten Mitte Oktober 2016 die Regierungen der USA, Türkei und Saudiarabien darin überein, den ISIS-Dschihadisten, die vor der US-Bombenkampagne in Mosul flohen, eine sichere Passage nach Deir Ezzor in Syrien anzubieten, um die ISIS zu befähigen, ihren Griff um diese sehr wichtige syrische Stadt zu festigen, so dass am 1. Mai 2017 Al Masdar News mit der Schlagzeile erschien „Syrischer Panzer wird von einer ISIS-Lenkrakete in Deir Ezzor direkt getroffen“. Die türkische Regierung meldete am 15. Oktober 2016 in „‘Sensitiver‘ Operations-Plan für Mosul“ dass „Ein Flucht-Korridot nach Syrien für die Daesh [ISIS] offengelassen wird, damit sie Mosul räumen können.“ Amerikas Bombenkampagne gegen die ISIS im Irak war gleichzeitig eine Kampagne, um der ISIS in Syrien beizustehen – die ISIS in Deir Ezzor zu stärken (eine Stadt, die exakt auf der anderen Seite des Euphrat Mosul gegenüber liegt, wohin die Terroristen auf US-Wunsch gehen sollten).

Mit anderen Worten: die US-Koalition hat die ISIS-Terroristen aus dem Irak nach Syrien geführt und hat die ISIS-Terroristen aus Raqqa in die Trainingslager der US-Alliierten anderswo in Syrien gebracht.

Samstag, 6. Januar 2018

Ungerechte Sanktionen gegen Eritrea gehen weiter

Es ist beschämend für uns zu sehen, dass die Länder, die wir stützen und verteidigen, weil sie die Prinzipien der Bandung Konferenz von 1956 nach wie vor hochhalten, wie Bolivien, Russland und China, nicht den Mut aufbringen, gegen die US-Manöver der Aggression und Bruchs der eigenen UN-Resolutionen, ihr Veto einzulegen. Jede Verteidigung der Freiheit eines Landes – ob groß oder klein – ist in jedem Fall auch die Verteidigung der eigenen Freiheit.


Ungerechte Sanktionen gegen Eritrea gehen weiter


John Graversgaard
31. Dezember 2017


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Kostenloser Unterricht und Gesundheitsvorsorge sind in Eritrea selbstverständlich.
Der westliche Imperialismus benutzt weiterhin die UNO, um Eritrea zu dämonisieren ohne gründliche und gültige Argumente. Mit ihren Sanktionen im UN-Sicherheitsrat (UNSC) hoffen die Herren des Universums und ihre Mitläufer dieses stolze und unabhängige Land lahm zu legen. Aber vergeblich.

Am 14. November 2017 hat der UNSC wieder das Sanktion-Regime wiederholt. 11 Ja-Stimmen und 4 Enthaltungen (Bolivien, Ägypten, Russland und China): Resolution 2385.

Das verborgene Werkzeug ist die Somalia and Eritrea Monitoring Group (SEMG). Die SEMG hat nach ihrem 4. Mandat in Folge nicht einen schlüssigen Beweis gefunden, dass Eritrea den Al Shabaab in Somalia unterstützt. Sie hat nie einen Beweis dafür beigebracht, denn die Unterstützung islamistischer Gruppen vermittels Terror läuft allen Werten des säkularen Eritrea zuwider. Eritrea verneinte die Hilfe für somalische Militante und erklärte, dass „die Somali unsere Brüder“ sind. Eritrea hat für Frieden gearbeitet und gegen fremde Interventionen in Somalia. Die Befreiungsbewegung EPLF, die Eritrea befreite, hat immer entschieden gegen ethnische und religiöse Spaltungen gekämpft. Die EPLF hat nach der Befreiung eine säkulare Regierung gebildet, die gegen jede Art von Fundamentalismus ist, in diesem Fall gegen den politischen Islam.

Das Schändlichste war, dass die afrikanischen Länder (außer Libyen) die Sanktionen unterstützten, was ein cleveres und zynisches Manöver des US-Marionetten-Regimes in Äthiopien war, ein Regime, das sowohl Eritrea und Somalia angegriffen hat. Äthiopien hat die Dinge auf den Kopf gestellt und Eritrea für seine eigenen Verbrechen angeklagt mit voller Unterstützung der USA. Dies wurd erreicht durch intensive Lobby-Tätigkeit und teure internationale PR-Kampagnen. Eritrea dürstet nach Frieden nach 30 Jahre Krieg mit Äthiopien und kämpfte entschieden gegen dieses Unrecht und verließ unter Protest die Afrikanische Union (AU).

Neue Post aus Russland vom 2. Januar 2018


Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Wahlüberraschung der Kommunisten


Am 28. Dezember ging die Anmeldung von Pavel Grudinin ein, Direktor das staatliche Landwirtschaftsprojekt „Lenin“, der im März 2018 sich zur Wahl für den Präsidentenposten stellt.

Die russische KP und der gesamte „Linksblock“ hat sich auf Grudinin, 57 Jahre geeinigt. Das bedeutet, dass die KPRF zum ersten Mal seit der SU-Auflösung nicht von dem Getreuen Gennadij Ziuganow (73) repräsentiert wird.

Grudinin war früher Mitglied von „Vereintes Russland“, der Partei an der Macht. Er kandidiert mit einem Programm, das die besten Vorschläge aller Organisationen im Linksblock aufgreift. U. a. will er, dass die Macht des Präsidenten beschränkt wird und dass die Wirtschaftspolitik geändert wird, um die Einkommens-Unterschiede in der russischen Gesellschaft zu vermindern.

Grudinin wurde dreimal zum Mitglied der Moskauer regionalen Duma (1997-2011) gewählt. Am 24. Dezember wurde er in heimlicher Wahl von den Delegierten des KPRF-Kongresses zum Präsidentenkandidat der Partei gekürt.

Svpressa.ru 28/12

13 Prozent Arme

Ungefähr 13 Prozent der russischen – ca. 20 Millionen – leben unter der Armutsgrenze, gab der Arbeitsminister Maksim Topilin in einem Interview mit dem TV-Kanal Rossija 24.

Das ist „keine schöne Ziffer“, sagte Topilin und meinte die Bedeutung der Inflation. Am 1. Januar 2018 wird der Minimallohn auf 85 % des sg. Existenzminimums angehoben und am 1. Januar 2019 auf hundert Prozent. Das wird dann das 1. Mal sein, dass der Minimallohn die formelle Grenze des Existenzminimums erreicht.

Ab 1. Januar 2018 wird der Minimallohn 9489 Rubel (1500 SEK = 153 €) erreichen. Allerdings erlaubt das Arbeitsgeset Russlands, dass die Regionen höhere Minimallöhne bezahle. In Moskau beträgt er seit dem November 2015 17561 Rubel (ca. 2800 SEK).

Eine Monatskarte für den Kolliektivverkehr in Moskau kostet seit Neujahr 2075 Rubel, eine Erhöhung von knapp 4 Prozent.

Tass 29/12


900 000 leben mit AIDS

Die Zahl der Aids-Fälle steigt in Russland, aber weniger als die Hälfte der 900 000 Aids-positiven erhalten Behandlung. Jede Stunde gibt es 10 neue Fälle, laut Zahlen des Gesundheitsministeriums. Global sinkt die Zahl der festgestellten Aids-Todesfälle weiterhin, aber in Osteuropa und Zentralasien gilt das Gegenteil und Russland hat fast zwei Drittel aller neuen Fälle in der Region.

Freitag, 5. Januar 2018

Washington zittert vor dem Angriff der unsichtbaren Armee der Kreml-Trolle



Diana Johnstone
31. Dezember 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Es gibt keinen Waffenstillstand im Propagandakrieg. An diesem Weihnachtsfest bescherte die Washington Post ihren Lesern eine Schreckens-Story mit dem Titel „Die Kreml Trolle zogen verwüsteten das Internet, während Washington über Optionen diskutiert“.
Der Artikel ist lang – beinahe 4000 Worte. Der einzige Teil, der mit Sicherheit in diesen geschäftigen Zeiten flüchtiger Aufmerksamkeit gelesen wird, ist die Schlagzeile, deren beide Themen reich an sublimen Botschaften sind.
Zuerst die verheerende Brandrodung der Armee von Kreml Trollen, die das Internet lahmlegt. Danach das offizielle Washington, das in seiner wohlwolleden Einfalt Mühe hat, dieser schrecklichen Bedrohung zu begegnen.

Lasst uns mal beide Themen eins nach dem anderen nehmen Die Invasion der Troll-Armee

Der journalistische Stift wurde von einer Phantom-freelancerin mit Namen Alice Donovan geführt, „deren erstes Email im Briefkasten von CounterPunch, einer linken amerikanischen Nachrichten- und Meinungs-Webseite um 15.26 Uhr einging – um die Mittagszeit in Moskau“.

Aha!

Der WaPo-Artikel, gestützt auf seine umfassenden Geheimdienst-Quellen, fährt fort: „Der FBI hat Donovan als Teil einer einen Monat dauernden Konter-Geheimdienst-Operation unter dem Codenamen „NorthernNight“ (Nordnacht) aufgespürt. Interne Geheimberichte beschreiben sie als eine Fuß-Soldatin unter Pseudonym einer Armee von Kreml-geleiteten Trollen,
die versucht, die demokratischen Institutionen Amerikas zu unterminieren.“

Samstag, 30. Dezember 2017

Der Quad – Trumps neueste Idee

Einar Schlereth

30. Dezember 2017

Die vier Ritter ohne Furcht und Tadel
Naja, ich möchte es nicht beschwören, ob der QUAtsch auf seinem Mist gewachsen ist. Tony Cartalucci hat vor zwei Tagen einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel „The Quad: US Searches Edge of Asia for Allies to Contain Beijing“ (Der Quad: USA sucht die Ränder Asiens nach Alliierten ab, um Beijing einzudämmen), wo er das Rätsel löst, was der Quad ist, nämlich der sogenannte Vierseitige Sicherheits-Dialog zwischen USA, Australien, Japan und Indien. Na, ihr wisst sicher schon, dass die USA wieder von allen Seiten bedroht wird: von Nordkorea, von China, dem Iran und Russland natürlich.

Deswegen hatte Obama bereits begonnen, den Achsenschwenk nach Asien zu unternehmen, der aber eine völlständige Pleite geworden ist. Tony Cartalucci erläutert, dass Südostasien via ASEAN den Lockungen der USA widerstand, weil man dem aufstrebenden China mit reellen Plänen größere Chancen einräumte. Man hatte zuerst versucht, neue Führer via der NED (das Unternehmen des US- Außenministeriums zur Förderung der Demokratie, was immer mit einem Bomben-Hagel endet) in Südostasien. Zuerst wurde die famose Aung San Suu Ky installiert, was nicht gerade ein Knüller wurde. Dann setzte man in Thailand auf die Yingluck Shinawatra, die aber vom Militär weggeputzt wurde. Sodann unterstützte man auch in Malaysia so eine Art Farbenrevolution anzukurbeln, aber das funktioniert nicht mehr so richrig. Und bevor sie es in Kambodscha probieren konnten, hat der Premier Hun Sen den Oppositionsführer Kem Sokha verhaftet und seine Partei aufgelöst. Und schließlich wollte man die Philippinen gegen die Chinesen im Südchinesischen Meer hetzen, aber das wurde ein echtes Fiasko. Da hatte das Volk die Frechheit gehabt, den Rodrigo Duterte (ihr wisst – der Obama einen Hurensohn nannte, weil der ihn gängeln wollte) zu wählen, der in der 2. größten Stadt der Philippinen schon unter Beweis gestellt hatte, dass er für das Volk eintritt. Auch Duterte wandte sich gleich China und Russland zu. Das ganze ‚Pivot to Asia‘ fiel also in den Pazifik.

Freitag, 29. Dezember 2017

Der Big Mac und das Krokodil; die neuen Präsidenten Südafrikas und Simbabwes


Thomas C. Mountain

27. Dezember 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Cyril-Ramaphosa
Cyril Ramaphosa
Cyril Ramaphosa, der nächste Präsident von Südafrika war der Mann hinter dem Eindringen des Fastfood-Ungeheuers McDonald in das Land, was ihm den Spitznamen „The Big Mac“ verschaffte. Simbabwes neuer Präsident Mnangagwa trägt den Spitznamen „Das Krokodil“ aus seinen Tagen als Chef von Mugabes Sicherheitspolizei, der wie sein Namensvetter plötzlich aus dem Nichts auftaucht und sich seine Opfer schnappt, die dann nie wieder gesehen werden.

Mnangawa
Die Karriere des ‚Bib Mac‘ ist ziemlich außergewöhnlich, selbst nach südafrikanischen Maßstäben; er war einer der Gründer der Bergarbeitergewerkschaft und Capo im ANC und stieg zu einem der reichsten Männer des Landes auf in einem guten Jahrzehnt, was ihn als Meister für Zahlungen unter dem Tisch kennzeichnet, in dem Land, das für seine Korruption berühmt ist.

Um seine Loyalität gegenüber seinen Herren des internationalen Finanzkapitals zu beweisen, drängte der ‚Big Mac‘, die Polizei, ihr Bestes zu tun, um die Rebellen in dem Marakana Platin- Bergwerk auszuradieren oder gab eine nicht allzu subtile „Empfehlung“, die Bastarde zu killen ohne Angst vor Strafen. Gibt es einen besseren Weg, den Bankstern hinter der Bühne zu zeigen, dass er den Präsidenten-Job verdient? Besonders weil er 1999 der Favorit war und übergangen wurde, als Thabo Mbeki damals „die Wahl der Bankster“ war.

In Simbabwe begann die „zivile“ Karriere des ‚Krokodils‘ bei den Verhandlungen, die seine Partei unter Führung von Robert Mugabe 1980 an die Macht brachte. Als die ethnische Minorität Ndabele in den anti-kolonialen Streitkräften unter ihrem Anführer Joshua N‘Komo sich gegen die neue Shona- Mehrheitsethnie erhob, hat Mugabe mit westlicher Hilfe von 20 Mrd. $ die Rebellion durch Massenmord von 20 000 Mann oder mehr unterdrückt. Seine einstigen „Waffenkameraden“ gegen das weiße Rassisten-Regime in Rhodesien wurden kaltblütig von dem ‚Krokodil‘ und den Generälen der Armee ermordet. [Da habe ich andere Quellen, die ich aber erst einmal finden und raussuchen muss. D. Ü.]

Nachdem das „Ndabele Problem“ beseitigt war, hat sich das ‚Krokodil‘ gegen jeden gewandt, der unklug genug war, ihm zu widersprechen oder seinen Boss Mugabe bedrohte. Seine maskierten Mörder griffen sich ihre Opfer, manchmal am hellichten Tage, die nie mehr gesehen wurden. [Es reicht eigentlich, wenn ihr den Artikel ‚Ist Harare wirklich die schlimmste Stadt Afrikas?‘ von André Vltchek lest, wo er findet, dass es die friedlichste, schönste und sauberste Stadt Afrikas ist. Unsere unabhängigen Medien! D. Ü.]

Bekannt für seine Loyalität für Mugabe oder zumindest seine Bereitschaft, die schmutzige Arbeit zu tun, hat sich das ‚Krokodil‘ gegen seinen vormaligen Herrn durch einen Militärcoup gewandt, dem wenige Tage seine internationale Krönung folgte und  jetzt sitzt er am Steuer Simbabwes.

Gleich nach der Machtübernahme hat das ‚Krokodil‘ schnell die Idee der Kompensation für die ehemaligen weißen Plantagenbesitzer im Apartheid-Kolonialregime auf den Tisch gebracht für das gestohlene Land, das sie Jahrhunderte lang ausgebeutet haben. Bezahlung für gestohlenes Land an erster Stelle?

Natürlich haben der IWF und die Weltbank das seit langem gefordert und deswegen hofft der neue Häuptling auf schnelle Gelder, damit er seine Probleme lösen kann, wenn auch nur zeitweise. Das Land steht ökonomisch sehr schlecht da, ohne große Investitionen und Hilfspakete aus China, weshalb das Mugabe Regime seit einigen Jahren in die Krise geriet. China sieht die reichen Länder und Mineralien, die Simbabwe mitten in Afrika anbietet, und weiß, dass es Geld zu verdienen gibt, und Freunde zu gewinnen auf dem reichsten Kontinent der Welt, dem Geburtsort unserer Spezies. Die nordwestlichen asiatischen Oligarchen scheinen auf fortgesetzte Vergewaltigung und Plünderung aus zu sein, um ihr Leben mit Exzessen und Verschwendung aufrechtzuerhalten, wie sie es in Europa und in Nordamerika gewohnt sind.

Mit dem ‚Krokodil‘ als Präsidenten ist keine wirkliche Verbesserung des Lebens der gewöhnlichen Bewohner des Landes zu rechnen, eher ernste Schritte Richtung einer neoliberalen Agenda. Da aber die Wirtschaft kein Cash hat, könnten Einsparungen von Zuschüssen für Grundbedürfnisse die Leute auf die Straße bringen, und das neue Regime ist sich bewusst, dass dadurch Simbabwe sehr schnell destabilisiert werden könnte.

Im Falle Südafrikas wird der gewählte Chef des ANC Cyril Ramaphosa bald zum neuen Präsidenten gesalbt und braucht keine vorherigen allgemeinen Wahlen zu fürchten (ein seltsamer Passus, den der ANC in das Programm aufgenommen hat). Seine ersten Erklärungen vor den internationalen Medien sind eine Mischung aus Verzweiflung und Bitte um Hilfe. Mit der Erschöpfung von Südafrikas Goldreserven [das goldreichste Land Afrikas, wo die englischen Banken tonnenweise das Gold nach London karren!! D. Ü.] und der sinkenden Produktion der Platin-Minen braucht das Land dringend eine Lösung, zumindest zeitweise vor einem finanziellen Zusammenbruch. Es wird das unvermeidliche Niederknien vor dem IWF etc. folgen und die Bankster werden sich die Hände reiben und Blut könnte in den Straßen fließen, wenn das Volk explodiert wegen der Verarmung und den Leiden, die ihrem Leben durch den ehemaligen Befreier Cyril ‚Big Mac‘ Ramaphosa zugefügt werden.

Von einem Gewerkschaftsführer zu einem blutsaugenden kapitalistischen Lakaien hat Südafrikas neuer Präsident keine große Wahl, wie er sein Regime aufrechterhalten kann, zumal sein ANC-Sieg sehr knapp war. Ohne Hilfe des internationalen Kapitals wird Südafrikas Wirtschaft dahinsiechen und zugrundegehen. Und übrig bleibt ein von Stämmen zerrissenes Land, das leicht in Flammen aufgehen kann.

Kälte, Krankheit, Hunger und Analphabetismus – das südafrikanische Volk lebt in einem Staat, der nur als „gescheitert“ bezeichnet werden kann. Die Mehrheit lebt in so knappen Verhältnissen, dass sie nicht viel zu verlieren hat. Wie der Rebellen-Musiker Robert Nesta Marley sang: „ein hungriger Mensch ist ein wütender Mensch, ein hungriger Mob ist ein wütender Mob ...“, ein Mantra, das den Bewohnern der südafrikanischen Ghettos – einige der schlimmsten und gewalttätigsten Orte der Welt - nur zu vertraut ist.

Und wie lange dauert es, bis „The Big Mac“ Präsident seinen ehemaligen Kameraden tief in den Eingeweiden der Erde, die das Platin in den mit Verlust gehenden Minen heraussprengen, die Schrauben noch schärfer anziehen muss, ist eine gute Frage. Erwartet keine Gnade für rebellische Bergleute unter dem ‚Big Mac‘ Ramaphosa, wenn seine Unterstützung des Marakana Massakers ein Leitfaden für das ist, was kommen wird.